Ziel der Beratung im Unternehmen durch einen qualifizierten Energieberater ist es, Maßnahmen aufzuzeigen um die Energieeffizienz zu verbessern. Unternehmen profitieren durch Energieeffizienzmaßnahmen und können damit auch Kosten senken.
Im HIGIS sind 25 Firmen auf 7.500 m² Fläche angesiedelt. Die Wärme wurde über Gasthermen erzeugt. Dafür wurden etwa 676.000 kWh Gas verbraucht. Etliche Firmen benötigen für ihre Prozesse auch im Sommer bestimmte Temperaturen, so dass die Heizung nicht komplett abgeschaltet werden kann. Seit einem Jahr wird das HIGIS wieder durch Nahwärme von der Biogasanlage direkt gegenüber beliefert. Schade, dass die Statik des Gebäudes es nicht erlaubt, regenerativen Strom für die Eigenversorgung direkt auf dem Dach zu erzeugen.

Quelle: Energieagentur Rheinland-Pfalz

Quelle: Energieagentur Rheinland-Pfalz

Auf Wunsch von Geschäftsführer Stefan Mertes fokussierte sich Gebäudeenergieberater Stefan Krämer vom Ingenieurbüro Krämer aus Gerolstein auf die Technikräume. Hier zeigte sich direkt auch Verbesserungspotenzial bezüglich der Dämmung der Heizungsrohre, der Armaturen und Ventile.
Die Wärmedämmung wird in der Energieeinsparverordnung (EnEV) geregelt und entspricht mindestens dem Innendurchmesser der Rohrleitung (100%-Regelung) bei einer bestimmten Wärmeleitfähigkeit des Dämmstoffes. Höhere Anforderungen werden an Rohrleitung im Außenbereich gelegt.

Die auf dem Dach des HIGIS verlegte Wärmeleitung muss mit mindestens dem Doppelten des Innendurchmessers des Rohres (200%-Regelung) gedämmt werden, um Wärmeverluste zu minimieren.
Auch die Übergabestation der Nahwärme, die im Treppenhaus vor einem der Technikräume angebracht ist, sollte noch gedämmt werden. Am besten wäre es sogar, sie im Ganzen zu ummanteln.
Interessant wäre die Energieberatung im Rahmen der Energiekarawane sicherlich auch für einige Firmen im HIGIS. Interessenten können sich bei Geschäftsführer Stefan Mertes als Ansprechpartner der Wirtschaftsförderung der VG Gerolstein melden.